Monatsarchive: Juli 2009

Mediterrane Sommerträume

Sonne, Süden, Mittelmeere – warum mit viel Stress in die Ferne schweifen, wenn sich die  Ferienstimung genauso gut zu Hause bietet? Sonnig und warm  kann es auch in unseren Breiten sein. Mit duftenden Zitronen und saftigen Orangen, Palmen und entsprechendem Dekor aus dem Gartencenter wird jede Terrasse und jeder Balkon zum südländisch anmutenden Paradies unter Palmen. Überraschend viele Mittelmeerpflanzen gedeihen nämlich problemlos auch bei uns.

abutilon

Foto - Stein Die Schönmalve hat aussergewöhnlich attraktive Blüten.

Mit wunderbar duftendem blauen Lavendel kommt ein Stück Provence ins Haus, Bougainvilleen und Wandelröschen (Lantana) erinnern an Mallorca. Passt dazu noch das Ambiente, mit Bistromöbeln, Sonnenschirmen, Dekor und Terrakottagefäßen,  stellt sich an jedem Tag fröhliche Urlaubsstimmung ein.  Die Schönmalve (Abutilon) blüht unermüdlich von Mai bis zum Frost. Die gelben, orangeroten oder roten Glockenblüten erscheinen in großer Zahl, wenn man reichlich gießt und düngt. Geben Sie einen windgeschützten Platz, er kann auch im Halbschatten liegen.

Die Afrikanische Schmucklilie (Agapanthus) bringt leuchtend blaue Blütenbälle hervor. In ihrer Heimat übernehmen Falter und Kolibris die Bestäubung. Das pflegeleichte Gewächs wird kühl überwintert und ganz selten umgetopft. Rio lässt grüßen! Etwas Schöneres als das Blütenmeer der Bougainvillea gibt es wohl nicht. Zartviolett, orange und gelb sind ihre tropischen Farben. Geben Sie ihr ein dekoratives Rankgerüst, dann kann sie auf einer sonnigen Terrasse oder im Wintergarten bis 2 Meter hoch werden.

lantana_luxor_yellow

Foto - Kiepenkerl Die neuen Wandelröschen Luxor Yellow sind besonders zur Bepflanzung von kleineren Töpfen und Balkonen geeignet.

Wandelröschen (Lantana) sind als Stämmchen oder Ampelpflanzen für sonnige Sitzplätze ideal.  Falter wie Pfauenaugen, Kleiner Fuchs und die großen Admirale  sind Dauergäste an den wunderbar süß duftenden nektarreichen Blüten. Die rosa, gelbe oder orange Farbe  ändert sich vom Aufgehen bis zum Verblühen.

Tipp: Rasenkanten mit Verletzungsschutz

Beet- und Rasenkanten haben viele Vorteile – sie sorgen für klare Abgrenzungen, halten Beete und Rasenflächen in Form und verhindern das ausufernde Wachstum von Pflanzen und Unkräutern. Doch viele Gartenliebhaber fragen sich: sind die Beetkanten beim Rasenmähen hinderlich? Und was passiert, wenn die Kinder barfuss im Garten umhertoben?

terra-s-gartenprofil-3000-verletzungsschutz

Foto - terra-S Das "Gartenprofil 3000" hat abgerundete Kanten und kann sogar barfuss begangen werden.

Metall im Garten birgt häufig ein Verletzungsrisiko, vor allem wenn es Rost ansetzt. Spitze, hervorstehende Metallstücke können Verletzungen verursachen, und diese sind nicht nur schmerzhaft, sondern können auch schwere gesundheitliche Probleme verursachen.

Mit sicherheitsbewusst gestalteten Beeteinfassungen ist das kein Problem. Die robusten Profile bestehen aus silbrigem Edelstahl, verzinktem Stahl oder Aluminium. Die Profile sind allesamt langlebig und witterungsbeständig, besonders die Edelstahlqualität. Die Abschlusskanten sind speziell abgerundet und selbst für empfindliche Füße barfuss begehbar. Keine Sorge also, die Kinder unbeschwert im Garten tollen zu lassen. Die Einbautiefe der Rasenkante ist variabel und hängt vom Verwendungszweck und den persönlichen Vorlieben ab. Sie können bis auf 2-3 cm über Bodenniveau eingebaut werden, so dass man problemlos Rasenmähen kann. Die Profile gibt es in 10, 15, 20 und 30 cm Höhe – passend für jedes Gartenprojekt.

Bewässerung von Kübeln und Kästen

Wer möchte schon täglich Gießkannen schleppen, um Kübel und Kästen mit Wasser zu versorgen? Praktisch sind Bewässerungssysteme, mit denen Sie die Blütenpracht auch an heißen Sommertagen erhalten können. Balkonkästen mit einem Wasservorrat, mit dem sich die Pflanzen über mehrere Tage selbst versorgen, sind schon hilfreich. Töpfe jedoch verlangen mehr Aufmerksamkeit.

tropfchenbewasserung1

Foto - Stein Tröpfchenbewäserungen dosieren genau.

Tröpfchenbewässerungen geben das Wasser fein dosiert, sparsam und effektvoll Tropfen für Tropfen ab. Sie haben sich im Balkon- und Terrassenbereich sehr gut bewährt und lassen sich von Pflanze zu Pflanze oder in Balkonkästen individuell einstellen. Das kostbare Naß kommt den Wurzeln optimal zu Gute, Verdunstungsverluste sind minimal und die Pflanzen bleiben trocken, was den Pilzbefall stark einschränkt.

Systeme wie Blumat oder die Gardena-Urlaubsbewässerung kommen mit einem Vorratsbehälter aus und entnehmen das Wasser daraus. Viel mehr kann man mit solchen Systemen anfangen, wenn sie an eine Wasserleitung angeschlossen sind. Alle Balkon- und Terrassensysteme reduzieren den Leitungsdruck zuverlässig durch einen einfachen Mechanismus auf ca. 1 bar, einen risikolosen Wert, bei dem nichts passieren kann. Der feste Leitungsanschluß ist daher bequem und vorteilhaft. Dann lassen sich per Computer (auch mit Solarenergie) vorgegebene Zeiten einstellen, auch Mengen dosieren. Ganz individuell nach Bedarf der einzelnen Pflanzen (Tomaten brauchen viel mehr Wasser als Geranien) steuern sich Systeme mit einem Tonzylinder (Tropf-Blumat). Der Zylinder fühlt nach dem Prinzip der Wurzel, wie trocken die Erde ist und öffnet bei Bedarf einen dünnen Schlauch. Bei Sättigung quillt der Ton und drückt das Röhrchen zu – ein simples, aber wirkungsvolles Prinzip, das sich tausendfach bewährt hat.

gardena-computer

Foto - Gardena Bewässerungscomputer

Kontrollieren Sie rechtzeitig vor dem Urlaub, ob die Automatik richtig eingestellt ist. Das heißt, das Substrat darf weder zu feucht noch zu trocken sein. Im Laufe des Sommers sollte auch den Feuchtefühlern Aufmerksamkeit geschenkt werden. Wenn sie austrocknen, funktionieren sie nicht mehr richtig, sie müssen sich erneut im Wasser (oder im Wassereimer) vollsaugen.

Tröpfchenbewässerung benötigt ein wenig technisches Verständnis. Lassen Sie sich daher beim Kauf von unseren Mitarbeitern genau beraten, wie Sie die Bewässerung handhaben. So können Sie beruhigt in den Urlaub fahren.

Wasserfreuden

Mehr als 5 Millionen Teiche sind schätzungsweise in deutschen Gärten heimisch. Kein Wunder, denn Wasser belebt den Garten oder die Terrasse – sei es als Anziehungspunkt für munteres Tierleben oder als plätschernde Geräuschkulisse für den Wellness-Garten. Entspannen, genießen, sich wohl fühlen im eigenen Garten – auch wer für einen Teich wenig Platz zur Verfügung hat, muss auf den Zauber von Wasserspielen und schönen Pflanzen keineswegs verzichten.

Die Materialien

brunnen-tanaro

Foto - Ubbink Brunnen Tanaro

* Ob Springbrunnen, Schaumsprudler, Wasserglocken, Quellsteine oder formschöne Keramikgefässe, Amphoren, Vogeltränken oder Wasserspiele aus Metall – sie brauchen alle nicht viel Platz und sind in kurzer Zeit installiert. Eingefülltes Wasser wird stets im Kreislauf bewegt. Deshalb gibt es die meisten Anlagen komplett mit elektrischer Pumpe, Auffanggefäss und Verbindungsleitung zu kaufen.

* Kunststoffbecken haben den Vorteil, dass man sich über die richtige Konstruktion keine Gedanken machen muss. Wer jedoch gerne selber gestaltet, kommt mit Teichbaufolie auf günstige Weise zu optimalen Lösungen.

rottenecker-granittrog-undac2b41

Foto - Rottenecker Ambiente

Die Pflanzen

Erstaunlich viele Wasserpflanzen kommen mit ganz wenig Platz zurecht. Sie fühlen sich wohl in oder in neuen Balkonkästen, bei denen das Abzugsloch noch nicht geöffnet ist. Selbst eine formschöne Schale mit wenigen Schwimmpflanzen kann sehr attraktiv aussehen. Damit es keine Algenprobleme gibt, sollten die Pflanzen nur 4-6 Stunden täglich Sonnenlicht genießen. Vermeiden Sie Dauerschatten, sonst blühen Zwergseerosen, Blumenbinsen, gelbe oder blaue Wasseriris und das zauberhafte blaue Hechtkraut (Pontederia) nicht. Empfehlenswert für Kleinteiche sind auch exotische Schwimmpflanzen wie die auf blasigen “Pontons” schwimmende Wasserhyazinthe mit blauen, orchideenähnlich gezeichneten Blüten, die angenehm duftende weiße Wasserähre(Aponogeton) oder der dekorative Wassersalat (Pistia).

Jetzt ist Pflanzzeit für Erdbeeren

Aromatisch-süße Erdbeeren sind ein Hochgenuß, auf den sich wohl jeder freut. Selbst in kleinen Gärten, zwischen Sträuchern oder auf dem Balkon findet sich ein Plätzchen dafür. Jetzt, von Mitte Juli bis Mitte August, ist die ideale Pflanzzeit für das leckere Beerenobst.

Der Siegeszug der Erdbeere begann um 1750, als aus Kreuzungen zwischen chilenischen und nordamerikanischen Wildarten größere Früchte gezüchtet werden konnten. Die immer noch bei uns heimischen kleinen, aromatischen  Walderdbeeren (Fragaria vesca) kennen nur noch wenige. Neue Züchtungen ermöglichen immer ertragreichere Erdbeeren und eine Ernte bis in den Herbst hinein.

Großfrüchtige Erdbeeren für die Reihe

erdbeere-elan1

Foto - Stein Erdbeeren in Reihe gepflanzt.

Unter den “richtigen” Erdbeeren der Profis überwiegt die 1-2 jährige Kultur. Die größten Früchte mit dem besten Ertrag treten im ersten Jahr nach der Pflanzung auf. Weil die Früchte durch viele Ranken, dichten Wuchs, Pilzkrankheiten und Älchen (Nematoden) anschließend immer kleiner werden, muß man die Beete spätestens alle 3 Jahre erneuern und auf frischen, unverbrauchten Boden wechseln. Das ist eine Gelegenheit, um mit neuen Sorten und gesundem Pflanzgut aus speziellen Vermehrungsbetrieben für bessere Ergebnisse zu sorgen. Doch aufgepaßt: Beliebte Profisorten wie z.B. ‘Elsanta’  sind nicht gleichzeitig die besten für den Hausgarten. Hier zählen Aroma, Gesundheit und leichtes Pflücken mehr als Ertrag. Beliebt sind nach wie vor die einmaltragenden Züchtungen mit konzentrierter Ernte im Sommer, z.B. mit gutem Geschmack ‘Confitura’ und ‘Elvira’ (früh), ‘Korona’, ‘Evita’, ‘Kent’ und ‘Polka’ (mittelfrüh), ‘Tenira’ und ‘Thuriga’ (spät) sowie immer noch ‘Senga Sengana’ (sehr ertragreich mit eher kleinen  Früchten).

erdbeere-rosana-f1

Foto - Kiepenkerl Immertragende Erdbeere Rosana.

Mehrfachtragende (immertragende) Sorten sind sehr gefragt. Sie bringen ihre Erträge nach und nach zwischen Juni und Oktober.  Durch Ausbrechen der ersten Blüten Mitte bis Ende Mai verlagert sich eine starke Ernte in den Herbst – eine willkommene Ergänzung zur Reifezeit der  “normalen” Sorten. Gute Züchtungen sind die neue, sehr ertragreiche und wohlschmeckende ‘Elan’, ‘Rosana’, ‘Mara des Bois’, ‘Rapella’ und auch andere Publikumslieblinge. Wer Erdbeeren in Schalen oder Balkonkästen pflanzen will, empfindet Ranken mitunter als hinderlich: ‘Rimona-Hummi’ und ‘Fresca’ sind Sorten mit kompaktem, buschigem Wuchs.

Bunte Sommerphantasien

 
 
 
 
 
 
Mit viel Spannung haben wir dem Siebenschläfer entgegengefiebert – und es war in vielen Regionen Deutschlands ein warmer, angenehmer Tag. Verspricht uns diese Tatsache den langersehnten Super-Sommer? Wir hoffen es!!!
Wer nicht in den Süden fährt, der kann es sich nun … Weiterlesen